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Gewalt und Rassismus darf nicht Gottes Wille sein

(28.08.2013)

Erklärung des Kirchenkreises Moers zu den gewaltsammen Übergriffen in Duisburg-Bergheim rund um das Haus, in dem neuzugewanderte UnionsbürgerInnen aus Rumänien leben: 

Gewalt und Rassismus darf nicht Gottes Wille sein

Mit Entsetzen sehen wir, dass das menschenverachtende Handeln um das Haus in den Peschen in Rheinhausen in den vergangenen Wochen weiter zugenommen hat: Auf einer Facebookseite agitieren Bürger unverhohlen rassistisch und rufen zur Gewalt auf, Parolen werden an das Wohnhaus geschmiert, ein vorbeifahrender Autofahrer zeigte den Hitlergruß, eine rechte Gruppierung plant eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe. Die rumänischen Mitbürgerinnen und Mitbürger haben Angst. Sie brauchen unsere Solidarität. Rassismus und Gewalt (von allen Seiten) darf nicht sein und ist mit dem Willen Gottes nicht vereinbar.
Wir bitten alle Beteiligten darum, sich nicht provozieren zu lassen und die gewalttätige Eskalation entgegengesetzter Kräfte während der vergangenen Tage nicht mitzumachen oder fortzuführen.
Wir danken allen, die mit Nachtwachen, bei der Vorbereitung von Demonstrationen gegen rechtsgerichtete Gruppen, durch langfristige Teilnahme am Runden Tisch und Kultur- und Bildungsaktivitäten, die dem Miteinander von Alt- und Neubürgern dienen, dazu beitragen, die Menschen in dem Haus zu schützen und ihre Integration zu fördern.
Wir danken den ev. Rheinhauser Kirchengemeinden und bitten sie, in ihren Anstrengungen, zu einem guten Miteinander beizutragen, nicht nachzulassen. In dem Zusammenhang sei auch noch einmal auf die gemeinsame Erklärung der Kirchengemeinden hingewiesen.

Für den Kirchenkreis Moers

Superintendent Ferdinand Isigkeit


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