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Zum Internationalen Anti-Rassismus-Tag: Handreichung 'Roma - Entrechtet, verfolgt, diskriminiert - Faktencheck'

(21.03.2014)

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Zum Internationalen Anti-Rassismus-Tag wurde gestern in Duisburg-Hochfeld die Handreichung „Roma - Entrechtet, verfolgt, diskriminiert - Faktencheck" vorgestellt.
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Die Verfasser möchten mit der Handreichung einen Beitrag dazu leisten, die Debatte um die NeuzuwanderInnen aus Rumänien und Bulgarien, unter ihnen Roma und andere Minderheitenangehörige, zu versachlichen. 
Diese Menschen kommen nach Deutschland, um für sich und ihre Familien ein besseres Leben aufzubauen. Da der Zugang zum Arbeitsmarkt und der Erhalt von Sozialleistungen für diese neue Bevölkerungsgruppe trotz der vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit seit 1.1.2014 dennoch weiterhin de facto nicht möglich ist, leben viele in großer Not. 

In den Medien und der öffentlichen Diskussion wird seit geraumer Zeit über die Neuzugewanderten berichtet. In der Berichterstattung wird überwiegend von "Roma und Sinti" gesprochen, sie ist größtenteils undifferenziert und negativ und greift auf stereotype, antiziganistische Vorurteile zurück. In der öffentlichen Meinung werden die antiziganistischen Zuschreibungen aufgegriffen und reproduziert. Die Betroffenen selbst sind auch in ihren Herkunftsländern seit langem einer rassistischen Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. EU-Studien belegen, dass Roma in der Europäischen Union die Minderheit mit dem höchsten Diskriminierungsgrad sind. 

Gleichzeitig ist die Reaktion der aufnehmenden Stadtgesellschaften und deren Verwaltungen hier in Deutschland zwiespältig: Neben Bemühungen von Institutionen und engagierten BürgerInnen, die sozialen Notstände der Neu-BürgerInnen zu lindern, stehen u.a. abwehrendes institutionelles Verhalten (z.B. Ablehnung von Sozialleistungen, Androhung von Abschiebungen) und ablehnende Haltungen bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Mit der vorliegenden Handreichung möchten wir exemplarisch über die Lebensumstände der neuzugewanderten Menschen aus Bulgarien und Rumänien und deren Rechte als EU-BürgerInnen informieren und denjenigen Hilfestellung geben, die sich gegen die Ausgrenzung dieser Menschen engagieren und damit der Diskriminierung entgegenwirken.

Die Handreichung ist ein Kooperationsprojekt von: 



Gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW
         
Mit freundlicher Unterstützung durch den Paritätischen NRW

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