ARIC NRW e.V. News Die aktuellsten Neugikeiten von ARIC NRW e.V. de http://www.aric-nrw.de Sun, 22 Apr 2018 03:45:50 GMT Stiftung "Leben ohne Rassimus" - Aufnahmestopp der Tafeln: Überforderung rechtfertigt keine Diskriminierung <div align="center"> <div align="center"><strong>+++++Pressemitteilung+++++</strong></div> <div align="center"> </div> <div align="center"><strong>Aufnahmestopp der Tafeln in Marl und Essen: <br> Überforderung rechtfertigt keine Diskriminierung<br> Stiftung bietet Unterstützung für Betroffene an</strong></div> </div> <div> </div> <div>Köln, 07.03.2018</div> <div> </div> <div>Die Stiftung „Leben ohne Rassismus“ sieht in der aktuellen Situation der Tafeln einen Spiegel für das wachsende Unvermögen des Staates, das menschenrechtlich gebotene Existenzminimum für alle Menschen – einschließlich geflüchteter und eingewanderter Menschen – zu sichern. Dies zu kompensieren, stellt die Tafeln vor immer größere Herausforderungen.</div> <div><br> Ohne Zweifel ist die Essener Tafel, wie wohl die Mehrheit der Tafeln in Deutschland, mit einer stark gestiegenen Nachfrage und einem daraus resultierenden Verteilungskampf bedürftiger Menschen konfrontiert. Zweifellos stellt sich für die Geschäftsführungen der Tafeln auch die schwierige Frage, wie die gestiegene Nachfrage gesteuert werden kann.</div> <div><br> Anstatt jedoch das mutmaßliche Fehlverhalten einzelner Tafelnutzer_innen zu sanktionieren und beispielsweise Wartelisten für alle einzuführen, legen einige Tafeln u.a. in Essen und Marl  eine diskriminierende Ausschlusspraxis fest, indem sie die Lebensmittelvergabe an ausländische Menschen bzw. an alleinstehende Männer jedweder Herkunft direkt oder indirekt verweigern.</div> <div><br> Aus Sicht der Stiftung ist dieses Instrument der Steuerung nicht nur diskriminierend, vielmehr befördert es rassistische Einstellungen und trägt auf diese Weise zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft bei.</div> <div>Darüber hinaus steht diese Ausschlusspraxis im Widerspruch zu dem erklärten und satzungsmäßig verankerten Ziel der Tafeln, allen Menschen in besonderen Notlagen Unterstützung anzubieten. Angesichts des Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsgebot stellt sich die Frage, ob die Tafeln in Essen und Marl als eingetragene Vereine die Voraussetzungen für die Gemeinnützigkeit weiterhin erfüllen.</div> <div><br> Die Frage nach der Anwendbarkeit des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auf die Ausschlusspraxis der Tafel ist nicht eindeutig zu beantworten. Das AGG erfordert das Zustandekommen eines Schuldverhältnisses zwischen der Tafel und ihren Nutzer_innen. Hierzu gibt es unterschiedliche rechtliche Einschätzungen, so dass dieser Fall letztlich nur durch Gerichte entschieden werden kann. Neben dem AGG gibt es jedoch andere Vorschriften, auf die sich Betroffene gegebenenfalls berufen können.</div> <div><br> Die Mitgliedsorganisationen der Stiftung „Leben ohne Rassismus“ bieten Menschen, die von den diskriminierenden Aufnahmebedingungen betroffen sind, Beratung zu ihren Handlungsmöglichkeiten und Unterstützung bei Klageverfahren an.</div> <div><br> <strong> Kontakt:</strong> Isabel Teller, 0241 406500| Hartmut Reiners, 0221 31097260 <br> Anti-Rassismus-Telefon Essen, 0203 232060</div> <div>__________________</div> <div>Die Stiftung „Leben ohne Rassismus“ bietet Rechtshilfe für von Rassismus Betroffene und leistet finanzielle Unterstützung, Beratung und Begleitung von Betroffenen bei Klagen gegen Diskriminierung.</div> <div>Schirmherr der Stiftung: Schauspieler und Entertainer Ron Williams | <a href="http://www.ron-williams.de/"> www.ron-williams.de</a> </div> <div> </div> <div><span style="font-family: Arial;"><strong>Im Beirat vertretene Organisationen<br> </strong> <br> • Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V., Tel.: 0203 28 48 73 <br> • Interkulturelles Solidaritätszentrum Essen e.V. /Anti-Rassismus-Telefon Tel.: 0201 23 20 60<br> • Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., Köln Tel.: 0221 51 01 84 7<br> • Pädagogisches Zentrum Aachen  Tel.: 0241 49 00 0<br> • Planerladen e.V., Dortmund Tel.: 0231 83 32 25<br> • ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. Tel.:0201 20 53 9<br> • Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V., Siegen Tel.: 0271 31364044<br> </span></div> <div class="moz-signature">-- <br> <p> </p> </div> http://www.aric-nrw.de/news/171/stiftung_leben_ohne_rassimus___aufnahmestopp_der_tafeln_ueberforderung_rechtfertigt_keine_diskriminierung/ Thu, 8 Mar 2018 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/171/stiftung_leben_ohne_rassimus___aufnahmestopp_der_tafeln_ueberforderung_rechtfertigt_keine_diskriminierung/ <description/> <link>http://www.aric-nrw.de/news/170/fachtagung_den_blick_schaerfen_strukturelle_diskriminierung_und_rassismus_in_institutionen__alltag_der_sozialen_arbeit/</link> <pubDate>Mon, 29 Jan 2018 12:00:00 GMT</pubDate> <guid>http://www.aric-nrw.de/news/170/fachtagung_den_blick_schaerfen_strukturelle_diskriminierung_und_rassismus_in_institutionen__alltag_der_sozialen_arbeit/</guid> </item> <item> <title>Inhouse-Schulung Argumentationstrainings – „Rassismus und Stammtischparolen gegen Geflüchtete entgegentreten“ ARIC-NRW e.V. führt bis zum Jahresende 2017 sieben eintägige Argumentationstrainings – „Rassismus und Stammtischparolen gegen Geflüchtete entgegentreten“ durch. Die Trainings finden als Inhouse-Schulung für Fachkräfte in Integrationsagenturen und ihre Kooperationspartner*innen statt.<br><br>Weitere Informationen finden Sie <a href="/files/pdf/ARGU-Flyer Inhouse.pdf" target="_blank"><strong>hier.</strong></a> http://www.aric-nrw.de/news/169/inhouse_schulung_argumentationstrainings__rassismus_und_stammtischparolen_gegen_gefluechtete_entgegentreten/ Tue, 10 Oct 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/169/inhouse_schulung_argumentationstrainings__rassismus_und_stammtischparolen_gegen_gefluechtete_entgegentreten/ Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen ARIC-NRW e.V. führt im September 2017 drei 2-tägige Argumentationstrainings – „Rassismus und Stammtischparolen gegen Geflüchtete entgegentreten“ durch. Die Trainings finden in Herford, Düsseldorf und Duisburg statt und richten sich an Fachkräfte in der sozialen und pädagogischen Arbeit sowie der öffentlichen Daseinsvorsorge.<br><br>Weitere Informationen zu Inhalten, Terminen und Anmeldung finden Sie <a href="/files/pdf/STP-Flyer2.pdf" target="_blank"><strong>hier.</strong></a> http://www.aric-nrw.de/news/168/argumentationstrainings_gegen_stammtischparolen/ Mon, 7 Aug 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/168/argumentationstrainings_gegen_stammtischparolen/ Infopaket zum Thema Flucht und Asyl veröffentlicht <h1 class="title"><a href="http://www.mobile-beratung-nrw.de/2-aktuelles/245-veroeffentlichung-infopaket-flucht-und-asyl-fuer-gefluechtete-und-unterstuetzerinnen">Infopaket zum Thema Flucht und Asyl veröffentlicht</a></h1> <p class="meta">08. Juni 2017</p> <div class="content clearfix"> <p><strong><span>„Infopaket Flucht und Asyl – für Geflüchtete und Unterstützer_innen“</span></strong></p> <p><span><a class="thumbnail" title="" href="http://www.mobile-beratung-nrw.de/images/infopaket%20logo.jpg" rel="lightbox[245]" target="_blank"><img src="http://www.mobile-beratung-nrw.de/images/thumbnails/images/infopaket%20logo-336x101.jpg" alt="" width="336" height="101" border="0" /></a></span></p> <p><span>Das „Infopaket Flucht und Asyl – für Geflüchtete und Unterstützer_innen“ ist ein Kooperationsprojekt der Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit (Antidiskriminierungsbüros NRW), des Flüchtlingsrates NRW e.V., der Opferberatungsstellen NRW und der Mobilen Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus NRW. Das Ziel dieses Projektes ist die Stärkung der Handlungssicherheit von Haupt- und Ehrenamtlichen in Willkommensinitiativen und Geflüchteten im Themenfeld rassistischer Diskriminierung und Gewalt.</span></p> <p><span>Jedes „Infopaket“ enthält neben themenbezogenen Broschüren, Flyern und Ratgebern auch Handlungsempfehlungen („Checklisten“) auf doppelseitigem Din-A4 Seiten. Die Checklisten für Geflüchtete liegen mehrsprachig (Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurmandschi, Paschto, Serbisch und Tigrinya) vor.</span></p> <p><span>Das „Infopaket“ ist in 2.500-facher Auflage erschienen. 1.000 Infopakete wurden initiativ an Koorperationspartner_innen versendet. Die übrigen 1.500 Infopakete werden über die Kooperationspartner_innen verteilt.</span></p> <p><span>Interessierte können das „Infopaket Flucht und Asyl – für Geflüchtete und Unterstützer_innen“ kostenlos  bei ARIC per <a href="mailto:info@aric-nrw.de" class="arrow">mail</a>  ordern.</span></p> <p><span>Das Angebot des Projekts steht zusätzlich online unter <strong><a href="http://infopaket.nrw/de/" target="_blank">www.infopaket.nrw</a></strong> zum kostenfreien Download zu Verfügung.</span></p> <p><em><span>Ermöglicht wurde das Infopaket durch Mittel des MFKJKS<br><br><img src="http://www.mobile-beratung-nrw.de/images/thumbnails/images/logo%20land-229x47.png" alt="" /><br></span></em></p> </div> http://www.aric-nrw.de/news/167/infopaket_zum_thema_flucht_und_asyl_veroeffentlicht/ Tue, 18 Jul 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/167/infopaket_zum_thema_flucht_und_asyl_veroeffentlicht/ Kommentar des advd zu Untersuchung zu rassistischer Diskriminierung bei der Wohnungssuche (Spiegel / BR) <div> <p><span style="font-size: medium;">Der <em> Spiegel</em> und der <em>Bayrische Rundfunk</em> haben heute (22.06.2017) die Ergebnisse ihrer gemeinsamen</span><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/diskriminierung-auslaender-werden-bei-der-wohnungssuche-benachteiligt-a-1153297.html"> <span style="font-size: medium;"> Untersuchung zu rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt vorgestellt.</span></a><span style="font-size: medium;"> <br><br><span>Unser Fachverband, der Antidiskriminierungsverband Deutschland äußert sich dazu:</span><br></span></p> <p><span style="font-size: medium;">Das zentrale Ergebnis: Schon ein nicht mehrheitsdeutscher Name führt zu deutlichen Diskrimierungen bei der Wohnungssuche. Besonders stark ist der Effekt bei arabischen und türkischen Namen. Der Befund selbst ist nicht neu, aber die Veröffentlichung ist ein wichtiger Anlass, das grundlegende und nicht hinnehmbare Problem erneut zu adressieren und endlich Veränderungen auf den Weg zu bringen. </span></p> <p><span><span style="font-size: medium;"> Rassistische Diskriminierung ist ein strukturelles Problem. Betroffene müssen durch niedrigschwellige Unterstützungsangebote in ihren Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden, der rechtliche Diskriminierungsschutz muss verbessert werden, und die Wohnungswirtschaft muss auf einer strukturellen Ebene Verantwortung übernehmen.</span></span></p> <p> </p> <p><strong> <span style="font-family: Corbel;">———— Kommentar ——————————— </span></strong></p> <p><strong> </strong></p> <p><strong> </strong></p> <p><strong><span style="font-size: medium;">Leider schon vergeben? Rassistische Diskriminierung bei der Wohnungssuche ist eine gesellschaftliche Realität. </span></strong></p> <p><span style="font-size: medium;"> Stellungnahme  anlässlich der Studie „Ausländer werden bei der Wohnungssuche diskriminiert“ des Spiegels und des Bayrischen Rundfunks </span></p> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><strong><span style="font-size: medium;">Rassistische Diskriminierung bei der Wohnungssuche</span></strong></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;"><em>Rassistische Diskriminierung beim Zugang zu Wohnraum ist ein strukturelles Problem - das thematisieren betroffene Gruppen, ihre Verbände und Antidiskriminierungsberatungsstellen seit Langem. Der heute erschienene Bericht von Spiegel und Bayrischem Rundfunk belegt dies einmal mehr und bietet so die Chance für eine gesellschaftspolitische Debatte und den politischen Druck, der für eine konkrete Veränderung notwendig ist. </em><span>(</span><span>Die ausführliche Darstellung der Ergebnisse und des Vorgehens hier: </span></span><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/diskriminierung-auslaender-werden-bei-der-wohnungssuche-benachteiligt-a-1153297.html"> <span style="font-size: medium;"><span> http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/diskriminierung-auslaender-werden-bei-der-wohnungssuche-benachteiligt-a-1153297.html</span> <span>  </span></span></a><span style="font-size: medium;">)</span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><em><span style="font-size: medium;">Das tatsächliche Ausmaß des Problems lässt sich erahnen, wenn man bedenkt, dass es bei diesem Testing „lediglich“ um die weitgehend unverbindliche Bitte um einen Besichtigungstermin ging, nicht um den Abschluss eines Mietvertrages. Zusätzlich repräsentieren die fiktiven Bewerber_innen als junge alleinstehende Akademiker_innen mit einem festen Einkommen und perfekten Sprachkompetenzen nur einen kleinen, für Vermieter_innen hoch attraktiven Teil, möglicher Mieter_innen. <br><br>Die Lebensrealitäten von Migrant_innen und Geflüchteten sind vielfältiger. Besonders Sprachkenntnisse und der Aufenthaltsstatus sind oftmals zusätzliche bedeutsame Gründe für einen diskriminierenden Ausschluss. </span></em></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><em><span style="font-size: medium;"> Grundsätzlich gilt: Betroffene haben Rechte. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbiete diese Formen rassistischer Diskriminierung. Der Blick in die Praxis allerdings zeigt, dass diese Argumentation zu kurz greift und wir mehr tun müssen, um Betroffene zu unterstützen und das strukturelle Problem zu beseitigen.</span></em></div> <div><em><br><span style="font-size: medium;">In konkreten Fällen ist die  Diskriminierung für Wohnungssuchende häufig schwer greifbar, etwa weil es keine oder eine allgemeine Absage gibt. Zusätzlich kennen viele Betroffene ihre Rechte nicht oder haben nicht die Kraft, Zeit und Ressourcen, sich juristisch oder außergerichtlich zur Wehr zu setzen. Das hat neben anderen Dingen auch mit der Situation der Wohnungssuche selbst zu tun - sie kostet <br>Zeit und Nerven und ist mit persönlichen Veränderungen wie einem <br>Ortswechsel, Umzug etc. verbunden.</span></em></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <p><strong><span style="font-size: medium;">Die Studie</span></strong></p> <div><span style="font-size: medium;">In einem gemeinsamen Projekt haben der Spiegel und der Bayrische Rundfunk eine großangelegte Untersuchung zu rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt durchgeführt. </span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;">In zehn deutschen Städten bewarben sich fiktive Personen, die in wesentlichen Merkmalen wie Alter, Beruf, Familienstand, Deutschkenntnisse sowie Form und Inhalt des Anschreibens vergleichbar sind, auf die gleichen Wohnungen. Der Unterschied, der einen Unterschied macht, war ihr Name. Dieser konnte mehrheitsdeutsch (z.B. Hanna Berg), arabisch (z.B. Ismail Hamed), türkisch, polnisch oder italienisch gelesen werden. </span></div> <div> </div> <div><span style="font-size: medium;">Das Ergebnis: Bereits ein nicht mehrheitsdeutscher Name führt zu einer deutlichen Diskriminierung und senkt erheblich die Wahrscheinlichkeit, zu einem Besichtigungstermin eingeladen zu werden,. Abhängig von der Stadt, der konkret zugeschriebenen Herkunft und des Geschlechts ist die Chance auf eine positive Antwort und die Einladung zu einem Besichtigungstermin um bis zu 40 Prozent geringer. Betroffen sind vor allem Bewerber_innen mit arabischen und türkischen Namen.</span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><strong><span style="font-size: medium;">Was ist zu tun?<br> </span></strong></div> <div><span style="font-size: medium;">Auf der individuellen Ebene ist die Diskriminierung bei der Wohnungssuche eine Erfahrung der Würdeverletzung und der Ausgrenzung. Sie verweigert gesellschaftliche Teilhabe und bedroht existentielle Grundbedürfnisse. Auf der gesellschaftlichen Ebene handelt es sich um ein strukturelles Problem. Beides muss adressiert werden.</span></div> <ul> <li><em><span style="font-size: medium;">Niedrigschwellige und wohnortnahe Unterstützung</span></em></li> </ul> <p><span style="font-size: medium;">Betroffene brauchen einen niedrigschwelligen und wohnortnahen Zugang zu einer qualifizierten Beratung, die sie dabei unterstützt, Diskriminierungserfahrungen zu verarbeiten und Benachteiligungen (etwa durch ein Testing) zu belegen. Gemeinsam mit Betroffene können Berater_innen Handlungsmöglichkeiten entwickeln und die Umsetzung juristischer (Klage) und außergerichtlicher Schritte (zum Beispiel Beschwerdebrief) begleiten.  Aktuell existieren entsprechende Unterstützungsangebote nur in wenigen Regionen und sind oftmals prekär finanziert.</span></p> <div><span style="font-size: medium;"> Ausführliche Informationen hier: </span><a href="http://www.antidiskriminierung.org/materialien/advd-positionspapier-vierte-beratungssaeule"> <span><span style="font-size: medium;">www.antidiskriminierung.org/materialien/advd-positionspapier-vierte-beratungssaeule</span> </span></a></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <ul> <li><em><span style="font-size: medium;">Verbesserung des rechtlichen Diskriminierungsschutzes</span></em></li> </ul> <div><span style="font-size: medium;">Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bedarf einer Novellierung, die vom advd und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, aber auch von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) und einzelnen Parteien gefordert wird. Die vier wichtigsten Forderungen sind: (1) Verbandsklagerecht, um Betroffene zu entlasten und strukturelle Veränderungen bewirken zu können, (2) eine Verlängerung der Anspruchsfristen von 2 auf mindestens 6 Monate, (3) die Änderung missverständlicher Ausnahmeregelungen und (4) die Verbesserung der Regelung von Entschädigungsansprüchen.</span></div> <p><span style="font-size: medium;">Diese und weitere Themen hat der advd gemeinsam mit 17 anderen Verbänden und Organisationen in Wahlprüfsteinen für die Bundestagswahl 2017 adressiert.</span></p> <div><span style="font-size: medium;">Ausführliche Informationen hier: </span><a href="http://www.antidiskriminierung.org/neuigkeiten-1/2017/6/20/wahlprfsteine-antidiskriminierung-fr-die-bundestagswahl-2017"> <span><span style="font-size: medium;">www.antidiskriminierung.org/neuigkeiten-1/2017/6/20/wahlprfsteine-antidiskriminierung-fr-die-bundestagswahl-2017</span> </span></a></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <ul> <li><em><span style="font-size: medium;"> Strukturbezogene Ansätze</span></em></li> </ul> <div><span style="font-size: medium;">Da es sich bei rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem handelt, braucht es auch strukturelle Lösungen. Das bedeutet einerseits: mehr belastbare Daten zum Thema (vor allem durch Testings) und eine systematische Erfassung von Diskriminierungserfahrungen sowie, die öffentliche  Thematisierung des Problems. Für beides steht die Studie exemplarisch. </span></div> <div><span style="font-size: medium;">Es bedeutet aber auch und vor allem, dass die Wohnungswirtschaft handeln muss. Aktuell steht hier ein Engagement für die Integration besonders von Geflüchteten im Rahmen von Modellprojekten weitestgehend unverbunden neben einer eklatanten Bagatellisierung und „Vereinzelfallung“ des Problems rassistischer Diskriminierung. <br>Gefragt sind Konzepte für eine diskriminierungssensible Wohnungsvergabe, die individuelle Vorurteilsstrukturen von Mitarbeitenden aber auch institutionelle Regelungen und Vergabekriterien ebenso beinhalten wie ein effizientes Monitoring und Beschwerdemanagement. Zusätzlich brauchen Vermieter_innen Unterstützung bei Herausforderungen, die mit Migration (z.B. Mehrsprachigkeit) aber auch rassistischen Reaktionen im Wohnumfeld zusammenhängen. </span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><strong><span style="font-size: medium;">Ansprechpartner_innen</span></strong></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;">Der advd, seine Mitgliedsorganisationen sowie kooperierende Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet arbeiten seit Jahren zu den hier benannten Themen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben oder Ansprechpartner_innen generell zum Thema oder konkret zu Ihrer Region suchen.</span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <div><strong><span style="font-size: medium;">Auszug der aktuellen Aktivitäten von Mitgliedsorganisationen des advd im Themenfeld</span></strong></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <ul> <li><span style="font-size: medium;"><strong> Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive Brandenburg</strong>  (</span><a href="http://opferperspektive.de/"><span><span style="font-size: medium;"> opferperspektive.de</span></span></a><span style="font-size: medium;">)</span></li> </ul> <p><span style="font-size: medium;">Publikation „Rassismus auf dem Wohnungsmarkt. Diskriminierung erkennen und bekämpfen“, die weit verbreitete Diskriminierungsmuster auf dem Wohnungsmarkt juristisch prüft und bewertet und so Rechts- und Handlungssicherheit bietet, um rassistische Diskriminierungen einordnen und dagegen wirksam vorgehen zu können. Sie richtet sich an Betroffene, Beratungsstellen und explizit auch an Vermieter*innen. Publikation unter: </span><a href="http://kurzelinks.de/deiy"><span><span style="font-size: medium;">http://kurzelinks.de/deiy</span> </span></a></p> <div><em><span style="font-size: medium;">Kontakt: Cristina Martín Asensio, 0331- 58107676, </span><a><span style="font-size: medium;"> c.martin@opferperspektive.de</span></a></em></div> <div> </div> <ul> <li><span style="font-size: medium;"><strong> Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg </strong>(</span><a href="http://www.adnb.de/"><span><span style="font-size: medium;"> www.adnb.de</span></span></a><span style="font-size: medium;">)</span></li> </ul> <p><span style="font-size: medium;">Ab Sommer 2017 Arbeit als Koordinations- und Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt in Kooperation mit dem Büro UrbanPlus mit dem Ziel der Vernetzung und Qualifizierung von Akteur_innen  und der Dokumentation von Diskriminierungsfällen.</span></p> <div><em><span style="font-size: medium;"> Kontakt: Céline  Barry, 030 - 613053280341, </span><a><span style="font-size: medium;">celine.barry@tbb-berlin.de</span></a></em></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <ul> <li><span style="font-size: medium;"><strong><em> Antidiskriminierungsbüro Sachsen </em></strong><em>(</em></span><a href="http://adb-sachsen.de/"><span><em><span style="font-size: medium;">adb-sachsen.de</span></em> </span></a><em><span style="font-size: medium;">)</span></em></li> </ul> <p><span style="font-size: medium;">Projekt zu rassistischer Diskriminierung bei der Wohnungssuche, das unter anderem ein bundeslandbezogenes Testing  zum Zugang zu Wohnraum für Geflüchteten umfasst (in Veröffentlichung).</span></p> <div><em><span style="font-size: medium;"> Kontakt: Sotiria Midelia, 0341 - 2039492, </span><a><span style="font-size: medium;"> sotiriamidelia@adb-sachsen.de</span></a></em></div> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <ul> <li><span style="font-size: medium;"><strong><em>basis & woge e.V., Hamburg</em></strong><em> (</em></span><a href="http://www.basisundwoge.de/"><span><span style="font-size: medium;">basisundwoge.de</span></span></a> <em><span style="font-size: medium;">)</span></em></li> </ul> <div><span style="font-size: medium;"><span> Unterstützung und Begleitung einer Klage wegen rassistischer Diskriminierung bei der Wohnungssuche durch Beratungsprojekt amira. Das Urteil gegen die städtische Wohnungsbaugesellschaft vom März 2017 Az: 811b C 273/1 ist die erste gewonnene Klage nach dem AGG zum Zugang zu Wohnungen und hat bundesweite Signalwirkung. Die Grundlage für die Klage bot ein von dem Sohn der Klägerin durchgeführtes Testing.</span></span></div> <p><em><span style="font-size: medium;">Kontakt: Birte Weiß, 0176-72843655, </span><a><span style="font-size: medium;"> birte.weiss@basisundwoge.de</span></a></em></p> <div><span style="font-size: medium;"> </span></div> <ul> <li><span style="font-size: medium;"><strong><em> Planerladen e.V., Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit im Wohnbereich</em></strong><span> <strong><em> </em></strong></span><em> (<a href="http://planerladen.de/">planerladen.de</a>)</em></span></li> </ul> <p><span style="font-size: medium;">Dreisprachige Borschüre „WOHINDO – Wohnen in Dortmund“ für Geflüchtete und Unterstützer_innen zur Wohnungssuche in Dortmund.<br><em>Kontakt: Regina Hermanns, 0231-8820700, </em></span><a><span><em><span style="font-size: medium;"> integration@planerladen.de</span></em></span></a><span style="font-size: medium;"> </span></p> </div> <p align="left"> </p> <fieldset></fieldset> <p align="left"> </p> <div> <div> </div> <div> <div><span> Daniel Bartel</span></div> <div> <div><span style="color: #948e8e;"><span><strong><span style="color: #948e8e;">advd |</span></strong></span><span style="color: #948e8e;"> <strong> Antidiskriminierungsverband Deutschland</strong></span></span></div> <span style="font-family: Corbel;"><span>          ・</span></span> <div><span> Geschäftsführung</span></div> <div><span>         ・</span></div> <div><span>Kochstraße 14</span></div> <div><span>04275 Leipzig</span></div> <div><span style="font-family: Corbel;"><span>         ・</span></span></div> <div><span> Tel: 0341 / 30 690 787</span></div> <div><span>Fax: 0341/ 30 399 71</span></div> <span style="font-family: Corbel;"><span style="font-family: Corbel;"><span>         ・</span></span></span> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div> <div><span style="font-family: Corbel;"><span style="font-family: Corbel;"><span><a href="http://www.antidiskriminierung.org/"> www.antidiskriminierung.org</a></span></span></span></div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> </div> http://www.aric-nrw.de/news/166/kommentar_des_advd_zu_untersuchung_zu_rassistischer_diskriminierung_bei_der_wohnungssuche_spiegel__br/ Thu, 22 Jun 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/166/kommentar_des_advd_zu_untersuchung_zu_rassistischer_diskriminierung_bei_der_wohnungssuche_spiegel__br/ Betreiber einer Sportstudio-Kette wegen rassistischer Geschäftspraxis verurteilt <div class="WordSection1"> <p><em>+++Pressemitteilung der Stiftung Leben ohne Rassismus vom 02.06.2017+++</em></p> <p><strong> </strong></p> <p>In zweiter Instanz hat das Landgericht Aachen den Betreiber einer Fitnessstudio Kette in der Städteregion Aachen wegen diskriminierender Vertragsbedingungen auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zu einer Entschädigungssumme von 2.500,- € verurteilt (AZ: 2 S 26/17).</p> <p>Seit Dezember 2014 versuchte der Kläger M. mehrfach Mitglied im Fitnessstudio Easy Fit in Aachen zu werden. Zunächst verweigerte man ihm einen Vertragsabschluss aufgrund eines vorgetäuschten Aufnahmestopps für Männer, später hätte er Mitglied nur gegen Vorauszahlung der Beiträge für 1 Jahr werden können, was nicht den üblichen Vertragsbedingungen entspricht. In beiden Fällen erfolgte die Schlechterstellung wegen einer diskriminierenden Geschäftspolitik des Betreibers H. Dieser verteidigt sein Vorgehen: Er habe durch zahlungsunwillige Kunden, darunter viele männliche Migranten, erhebliche Zahlungsausfälle gehabt, weshalb er gezwungen sei, seinen Mitarbeiter*innen einen Kriterienkatalog für die Auswahl von Mitgliedern an die Hand zu geben. Er wehrt sich hartnäckig gegen den Rassismus Vorwurf, denn nicht wenige Mitglieder in seinen Studios haben ihres äußeren Erscheinungsbildes zufolge eine Migrationsgeschichte.</p> <p>In der Vergangenheit wurde H. wegen seiner diskriminierenden Geschäftspraxis bereits mehrfach zu Entschädigungen in Höhe von 500,- und 1.000,- € verurteilt, was ihn bisher nicht zur Einsicht bewegen konnte. Das Landgericht Aachen begründet deshalb die deutlich höhere Entschädigungssumme mit einer „in besonderem Maße verwerflichen Einstellung“. Bei der Bemessung der Schadensersatzhöhe ist neben der gesetzlich geforderten abschreckenden Wirkung außerdem zu berücksichtigen, dass H. „unmittelbar und vorsätzlich“ diskriminiert hat.</p> <p>Der Kläger wurde seit 2015 von Isabel Teller, Juristin, Mediatorin und Beraterin im Gleichbehandlungsbüro (GBB) des Pädagogischen Zentrums Aachen e.V. und der Rechtshilfe-Stiftung „Leben ohne Rassismus“ unterstützt. Das Phänomen diskriminierender Geschäftspraktiken durch Fitnessstudios beschränkt sich nicht allein auf Aachen, sondern ist ein Deutschland weites Problem, berichtet Isabel Teller. Sie begrüßt die Ausführungen des Landgerichts zur Schadenshöhe in der Urteilsbegründung und hofft, dass diese richtunggebend für vergleichbare Klageverfahren in der Bundesrepublik sind.</p> <p>Erklärtes Ziel des Klägers ist es, „die Gegenseite zu einer Änderung ihrer Geschäftspolitik zu bewegen“ und durch das Urteil eine abschreckende Wirkung auch für andere Fitnessstudio-Betreiber*innen zu erzielen. Die Entschädigungssumme aus dem Verfahren möchte er deshalb der Stiftung „Leben ohne Rassismus“ zur Verfügung stellen.</p> <p>Die Stiftung dankt Herrn M. für die Spende. Hierdurch unterstützt er die Fortführung der Arbeit der Stiftung und trägt auf diese Weise zu einer Verbesserung des Rechtsschutzes gegen Diskriminierung bei.</p> <p> </p> <p><strong>Kontakt: </strong>Isabel Teller, Gleichbehandlungsbüro Aachen, Tel: 0241 406500</p> <p class="c2" align="left"> </p> <p class="c2" align="left"><strong>Schirmherr der Stiftung: Schauspieler und Entertainer Ron Williams | <a href="http://www.ron-williams.de/">ron-williams.de</a> <br><br></strong></p> <p align="center"><strong><span>Im Stiftungsbeirat vertretene Organisationen</span></strong></p> <p align="center"> </p> </div> <br clear="all" /> <ul> <li>Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V. | <a href="../">aric-nrw.de</a></li> <li>Interkulturelles Solidaritätszentrum Essen e.V. /Anti-Rassismus-Telefon | <a href="http://www.antirassismustelefon.de/">Antirassismustelefon.de</a></li> <li>Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., Köln | <a href="http://www.oegg.de/">oegg.de</a></li> <li>Pädagogisches Zentrum Aachen | <a href="http://www.paez-aachen.de/">paez-aachen.de</a></li> <li>Planerladen e.V., Dortmund | <a href="http://www.planerladen.de/">planerladen.de</a></li> <li>ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. | <a href="http://www.proasylessen.de/">proasylessen.de</a></li> <li>Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V., Siegen | <a href="http://www.vaks.info/">vaks.info</a></li> </ul> http://www.aric-nrw.de/news/165/betreiber_einer_sportstudio_kette_wegen_rassistischer_geschaeftspraxis_verurteilt/ Mon, 12 Jun 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/165/betreiber_einer_sportstudio_kette_wegen_rassistischer_geschaeftspraxis_verurteilt/ Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2017- Diskriminierungsschutz in NRW http://www.aric-nrw.de/news/163/wahlpruefsteine_zur_landtagswahl_2017__diskriminierungsschutz_in_nrw/ Tue, 2 May 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/163/wahlpruefsteine_zur_landtagswahl_2017__diskriminierungsschutz_in_nrw/ Tribunal: NSU-Komplex auflösen | 17.-20. Mai in Köln: Wir klagen an! <p>Das Netzwerk gegen Diskriminierung: ADBs für NRW! unterstützt das NSU-Tribunal<br><br> #  <span style="color: #000000;"><a href="http://www.nsu-tribunal.de/programm/"><strong>Zum Pr</strong><strong>ogramm</strong></a></span>  # <strong><a href="https://www.betterplace.org/de/projects/46855-nsu-komplex-auflosen-tribunal-nsu-kompleksi-dagitilsin">Spenden</a></strong> sind hoch willkommen # <strong><a href="http://www.nsu-tribunal.de/anreise/#check3">Tickets</a></strong> gibt es noch. </p> <blockquote><span style="color: #3333ff;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das Tribunal</strong></span></span><span><br> <span style="color: #3333ff;">Bis heute sind wir weit von der versprochenen „lückenlosen Aufklärung“ im NSU-Komplex entfernt. Initiativen und Einzelpersonen, die mit den Betroffenen der NSU-Mord- und Anschlagserie solidarisch verbunden sind, entwickelten die Idee eines Tribunals, das diese Leerstelle besetzt. Der NSU-Komplex wird dabei gedacht als ein Kristallisationspunkt strukturellen Rassismus. Das Tribunal ist damit ein Ort der gesellschaftlichen Anklage von Rassismus. Die Berichte der Betroffenen und Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Ihre Geschichte gilt es zu hören und zu verstehen.</span><br> <br> <span style="color: #3333ff;">Angeklagt werden die Akteur*innen des NSU-Komplex mitsamt ihrer institutionellen Einbettung.</span><br> <span style="color: #3333ff;">Beklagt werden die Opfer rassistischer Gewalt und das entstandene Leid. Eingeklagt wird das Prinzip einer offenen, durch Migration entstandenen Gesellschaft der Vielen.</span><br> <br> <span style="color: #3333ff;">Das Tribunal ist partizipativ angelegt: Klage, Forderungen und ein Manifest der Zukunft entstehen gemeinsam mit den Teilnehmenden. Neben dem Bühnenprogramm stoßen Workshops Lernprozesse an und geben Möglichkeit zu Vernetzung und Empowerment.</span></span></blockquote> http://www.aric-nrw.de/news/162/tribunal_nsu_komplex_aufloesen__17_20_mai_in_koeln_wir_klagen_an/ Thu, 27 Apr 2017 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/162/tribunal_nsu_komplex_aufloesen__17_20_mai_in_koeln_wir_klagen_an/ Links und Hinweise zur Handreichung 'Roma- Entrechtet, verfolgt, diskriminiert - Faktencheck' <p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">(letzte Aktualisierung: 13.07.2015)</span><br></em><br>Alte Feuerwache e.V. - Jugendbildungsstätte Kaubstraß</strong>e (Hrsg.) (2012):  Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus: für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit, Unrast ISBN-10: 389771521X</p> <p><strong>Antidiskriminierungsstelle des Bund et al. (2014):  </strong>"Zwischen Gleichgültigkeit und Ablehnung - Bevölkerungseinstellungen gegenüber Sinti und Roma<strong>" <a href="http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Expertisen/Expertise_Bevoelkerungseinstellungen_gegenueber_Sinti_und_Roma_20140829.pdf?__blob=publicationFile" class="arrow">Zur Studie</a></strong></p> <p><strong>Arndt, Marco</strong> (2013): Geschlossene Gesellschaft. Zur Lage der Roma in Bulgarien: <a href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_33727-1522-1-30.pdf?130308132715">http://www.kas.de/wf/doc/kas_33727-1522-1-30.pdf?130308132715</a></p> <p><strong>Bezirksamt Neukölln von Berlin</strong> - Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport (Hrsg.), (2012): 2. Roma-Statusbericht, Entwicklung der Zuzüge von EU-Unionsbürgern aus Südosteuropa. Berlin – Neukölln; <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/baneukoelln/romastatusberichtapril2012.pdf?start&ts=1333626146&file=romastatusberichtapril2012.pdf">http://www.berlin.de/imperia/md/content/baneukoelln/romastatusberichtapril2012.pdf?start&ts=1333626146&file=romastatusberichtapril2012.pdf</a></p> <p><strong>Bogdal, Klaus-Michael </strong>(2011): Europa erfindet die Zigeuner - Eine Geschichte von Faszination und Verachtung Suhrkamp Verlag, ISBN 10: 3518422634</p> <p><strong>Bukow, Wolf-D. </strong>(2013): Warum  man in den Städten bei der Migration aus Südosteuropa reflexartig auf latent rassistische Deutungs- und Steuerungsmechanismen zurückgreift, statt sich auf die eigene Geschichte im Umgang mit Einwanderung zu besinnen. Working Paper II (FoKoS – Universität Siegen)<br><a href="http://www.uni-siegen.de/fokos/publikationen/veroeffentlichungen/wp201304_bukow.pdf">http://www.uni-siegen.de/fokos/publikationen/veroeffentlichungen/wp201304_bukow.pdf </a><br><strong><br>Classen, Georg</strong> (2013): Rechtsmittel gegen Ablehnung von ALG II für Unionsbürger – deutscher Vorbehalt gegen das EFA wirkungslos;<br> <a href="http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/EFA_Vorbehalt_Kommentar.pdf">http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/EFA_Vorbehalt_Kommentar.pdf</a></p> <p><strong>Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.) </strong>(2011)<strong>:</strong> Aus Politik und Zeitgeschichte: Sinti und Roma, PuZ 22-23/2011); Download: <a href="http://www.bpb.de/system/files/pdf/WWG9D8.pdf">http://www.bpb.de/system/files/pdf/WWG9D8.pdf</a></p> <p><strong>Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (2015): </strong>Eigene Sichtweisen hinterfragen-Diskursanalyse zur Migration aus Südosteuropa in lokalen Duisburger Medien: <a title="http://www.diss-duisburg.de/2015/07/eigene-sichtweisen-hinterfragen/" href="http://www.diss-duisburg.de/2015/07/eigene-sichtweisen-hinterfragen/" target="_blank">http://www.diss-duisburg.de/2015/07/eigene-sichtweisen-hinterfragen/</a><br><strong><br>Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma:</strong> <a href="http://www.sintiundroma.de/">http://www.sintiundroma.de/</a></p> <p><strong>Djuric, Rajko/Becken, Jürgen / Bengsch, A. Bertolt</strong> (2002): Ohne Heim, ohne Grab, Die Geschichte der Roma und Sinti, Aufbau Tb ISBN-10: 3746680816;</p> <p><strong>End, M<strong>arkus </strong></strong>(2013): Gutachten Antiziganismus.Herausgegeben von Daniel Strauß, RomnoKher, Marburg 2013:<br><a href="http://www.romnokher.de/Romnokher/Willkommen_files/Gutachten_Antiziganismus_2013.pdf">http://www.romnokher.de/Romnokher/Willkommen_files/Gutachten_Antiziganismus_2013.pdf</a> <br><strong><br>End, Markus zus. mit Alexandra Bartels, Tobias von Borcke und Anna Friedrich (Hg.) </strong>(2013): Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse. Münster<br><strong><br>EU -Grundrechteagentur (FRA) </strong>(2012): Die Situation der Roma in 11 EU-Mitgliedstaaten – Umfrageergebnisse auf einen Blick; <a href="http://fra.europa.eu/de/publication/2013/die-situation-der-roma-11-eu-mitgliedstaaten-umfrageergebnisse-auf-einen-blick">http://fra.europa.eu/de/publication/2013/die-situation-der-roma-11-eu-mitgliedstaaten-umfrageergebnisse-auf-einen-blick</a></p> <p><strong>Heilmann, Bettina / Schäfer, Michael</strong> (2011): Begegnung und Verständigung Sinti und Roma in NRW. Schulische und schulbegleitende Förderung und Initiativen für Kinder aus Sinti- und Roma-Familien. Bezirksregierung Arnsberg / RAA NRW, Hauptstelle (2011), Download möglich unter: <a href="http://www.sintiundroma-nrw.de">www.sintiundroma-nrw.de</a></p> <p><strong>Heun, Jessica</strong> (2011): Minderheitenschutz der Roma in der Europäischen Union: Unter besonderer Berücksichtigung der Definition der Roma als nationale Minderheit sowie der ... Maßnahmen im Rahmen von Art. 19 AEUV Bwv – Berliner Wissenschafts-Verlag, ISBN-10: 3830519567<br><br><strong>Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) (2014):  </strong>Qualifizierte Zuwanderung Wohlstandsgewinn für Deutschland; <a href="http://www.iwkoeln.de/wissenschaft/veranstaltungen/beitrag/pressekonferenz-qualifizierte-zuwanderung-141546">http://www.iwkoeln.de/wissenschaft/veranstaltungen/beitrag/pressekonferenz-qualifizierte-zuwanderung-141546</a></p> <p><strong>Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen</strong> (Hrsg.) (2012): Antiziganismus: Funktionsweise, individuelle Gegenstrategien & Empowerment, </p> <p><a href="http://www.ida-nrw.de/cms/upload/download/pdf/Ueberblick_1_12.pdf">http://www.ida-nrw.de/cms/upload/download/pdf/Ueberblick_1_12.pdf</a> </p> <p><strong>Jonuz, Elizabeta</strong> (2009): Stigma Ethnizität. Wie zugewanderte Romafamilien der Ethnisierungsfalle begegnen, Budrich UniPress Ltd. (2009), ISBN-10: 3940755281</p> <p><strong>Kloppenburg, Thomas / Romang, Moritz</strong> (2010): "Zigeunerbilder" in der Offenen Jugendarbeit: Ein Arbeitsbericht, I-Verb.de, ISBN-10: 3939762075</p> <p><strong>Mappes-Niedieck, Norbert</strong> (2012): Arme Roma, böse Zigeuner: Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt (Ein Faktencheck), Ch. Links Verlag, ISBN-10: 3861536846</p> <p><strong>Marushiakova, Elena / Popov, Veselin</strong> (Hrsg.: Council of Europe) (o.J.): ROMA | Geschichte - staatliche Politik im Kommunismus; <a href="http://www.coe.int/t/dg4/education/roma/Source/FS/6.1_Politik-Kommunismus.pdf">http://www.coe.int/t/dg4/education/roma/Source/FS/6.1_Politik-Kommunismus.pdf</a></p> <p><strong>Mediendienst Integration: Mythos Armutsmigration;<br></strong><a href="http://mediendienst-integration.de/dossiers/armutsmigration.html">http://mediendienst-integration.de/dossiers/armutsmigration.html</a><strong><br><br>Montag Stiftung Urbane Räume/KALKschmiede</strong>* (Hrsg.) 2012: Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien. Hintergrund, Herausforderungen und Handlungsansätze. Erfahrungen aus nordrheinwestfälischen Städten; <a href="http://www.kalkschmiede.de/fileadmin/Redaktion/Urbane_Raeume/Bilder/Projekte/Kalkschmiede/Projekte/Auf_gute_Nachbarschaft/Zuwanderung_aus_Rumaenien_und_Bulgarien.pdf">http://www.kalkschmiede.de/fileadmin/Redaktion/Urbane_Raeume/Bilder/Projekte/<br>Kalkschmiede/Projekte/</a><a href="http://www.kalkschmiede.de/fileadmin/Redaktion/Urbane_Raeume/Bilder/Projekte/Kalkschmiede/Projekte/Auf_gute_Nachbarschaft/Zuwanderung_aus_Rumaenien_und_Bulgarien.pdf">Auf_gute_Nachbarschaft/Zuwanderung_aus_Rumaenien_und_Bulgarien.pdf</a></p> <p><strong>Open Society Institute</strong> (2010): No Data – No Progress. Data Collection in Countries Participating in the Decade of Roma Inclusion 2005–2015. New York:<br> <a href="http://www.opensocietyfoundations.org/sites/default/files/no-data-no-progress-20100628.pdf">http://www.opensocietyfoundations.org/sites/default/files/no-data-no-progress-20100628.pdf</a></p> <p><strong>Quicker, Esther/Hans-Peter Killguss</strong> (Hg.): Sinti und Roma zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung. Stimmen und Hintergründe zur aktuellen Debatte. Beiträge und Materialien 7 der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Köln 2013, ISBN 978-3-938636-20-6</p> <p><strong>Soros Foundation Romania</strong> (2012) Roma situation in Romania: Between social inclusion and migration. Country Report, Bukarest:<br> <a href="http://www.soros.ro/en/comunicate_detaliu.php?comunicat=195">http://www.soros.ro/en/comunicate_detaliu.php?comunicat=195#</a></p> <p><strong>Voigt, Claudius</strong> (2013): Ausgeschlossen oder privilegiert? Zur aufenthalts- und sozialrechtlichen Situation von Unionsbürgern und ihren Familienangehörigen - 2. aktualisierte Auflage, Herausgeber: Der Paritätische Gesamtverband e.V., Berlin Münster <a href="http://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/broschuere_A4_unionsbuerger_web_01.pdf">http://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten<br></a><a href="http://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/broschuere_A4_unionsbuerger_web_01.pdf">/broschuere_A4_unionsbuerger_web_01.pdf</a></p> <p><strong> </strong></p> <p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Hinweise auf Organisationen in Nordrhein-Westfalen</strong></span></p> <p> </p> <p><strong>Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA)</strong></p> <p>Die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA) ist in Münster seit 1979 Anlaufstelle für Migrant/innen und Flüchtlinge, deren Anliegen sie sowohl im Einzelfall – durch soziale und aufenthaltsrechtliche Beratung – als auch in der Öffentlichkeit vertritt. Dabei setzt sie sich besonders für ein Bleiberecht der Roma ein.</p> <p>Südstr.46 | 48153 Münster | Telefon 0251-144 860 | Telefax 0251-144 861 0</p> <p><a href="http://www.ggua.de" class="arrow">www.ggua.de</a> |<a href="mailto:info@ggua.de" class="arrow">info@ggua.de</a></p> <p> </p> <p><strong>Rom e. V.</strong></p> <p>Der Rom e.V wurde 1988 gegründet als interkultureller Verein mit dem Ziel Rassismus zu bekämpfen, Bleiberecht für Roma-Flüchtlinge durchzusetzen sowie die Romakultur zu erhalten und zu fördern.</p> <p>Venloer Wall 17 | 50672 Köln  | Telefon 0221 – 242536 Telefax 0221 – 2401715</p> <p><a href="http://www.romev.de" class="arrow">www.romev.de</a> | <a href="mailto:info@romev.de" class="arrow">info@romev.de</a></p> <p> </p> <p><strong>Terno Drom e. V.</strong> ist eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma in Nordrhein-Westfalen und setzt sich aus verschiedenen Menschen zusammen, die im Rahmen eigener Schwerpunkte zur Verwirklichung von Mobilisierung, Empowerment und dem Aufbau von MultiplikatorInnen beitragen.<br> Postfach 10 20 01 | 40011 Düsseldorf | Tel: 0211-139 558 86 <br><a href="http://www.ternodrom.de" class="arrow">www.ternodrom.de</a> | <a href="mailto:contact@ternodrom.de" class="arrow">contact@ternodrom.de</a></p> <p> </p> <p><strong>Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW</strong> wurde 1982 gegründet. Er ist Ansprechpartner aller in NRW lebenden Sinti und Roma und ist zuständig in allen Fragen des gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der Minderheit und zugleich Dialogpartner für die Institutionen des öffentlichen Lebens.</p> <p>Kölner Str. 21 | 40211 Düsseldorf | Tel.: 0211 -  16 17 21 / 171 22 36 | Fax: 0211 – 164 94 00 | <a href="http://www.sintiundroma-nrw.de/">www.sintiundroma-nrw.de</a> | <a href="mailto:info@sintiundroma-nrw.de" class="arrow">info@sintiundroma-nrw.de</a></p> http://www.aric-nrw.de/news/108/links_und_hinweise_zur_handreichung_roma__entrechtet_verfolgt_diskriminiert___faktencheck/ Mon, 22 Apr 2013 12:00:00 GMT http://www.aric-nrw.de/news/108/links_und_hinweise_zur_handreichung_roma__entrechtet_verfolgt_diskriminiert___faktencheck/