Schulungen und Vorträge für die Antidiskriminierungsarbeit

Das AGG - Vortrag zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

Seit August 2006 ist das AGG in Kraft. Bietet das AGG die von der EU in vier Gleichbehandlungsrichtlinien geforderte Handhabe gegen Diskriminierung? Wenn ja, wie?

Der Vortrag klärt:

  • Erfüllt das AGG die Vorgaben der Antidiskriminierungspolitik der EU?
  • Welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten ergeben sich für Betroffene durch das AGG und die Vorgaben der EU, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion, des Geschlechts usw. diskriminiert werden?
  • Wie können Betroffene ihre Rechte durchsetzen und was ist dabei zu beachten?
  • Welche Bedeutung hat das Gesetz für die Antidiskriminierungsarbeit?

Methoden:

Vortrag, Referat, Diskussion

Zielgruppe:

Berater*innen aus dem Integrationsbereich, der Migrationssozialarbeit und Antirassismusarbeit

Teilnehmendenzahl: abhängig vom Veranstaltungsort

Zeitumfang: 90 - 120 min

Grundlagen der Antidiskriminierungsarbeit

Rassismus und Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Zuschreibungen bezüglich Hautfarbe, Herkunft oder des Aussehens gehören für zugewanderte als auch für in Deutschland geborene Menschen zum gesellschaftlichen Alltag. Sie zeigen die Notwendigkeit professioneller Antidiskriminierungsarbeit (AD-Arbeit), durch Antidiskriminierungsbüros (ADB), um gezielt gegen die unterschiedlichen Formen von Diskriminierung und Rassismus vorgehen zu können. Was aber sind die Grundlagen und Standards einer qualifizierten AD-Arbeit? Welche Anforderungen werden an die Mitarbeiter*innen eines ADBs gestellt?

  • Was ist AD-Arbeit?
  • Aufgabenbereiche: AD-Beratung, Clearing, Expertise, Falldokumentationen, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung,  
  • Ziele, Zielgruppen und Tätigkeitsfelder
  • Prinzipien und theoretische Voraussetzungen
  • Methoden der AD-Arbeit
  • Rechtliche Möglichkeiten gegen Diskriminierung

Methoden:

Seminar, theoretischer Input, Fallarbeit, Diskussion, Beispiele aus der Praxis, Gruppenarbeit

Zielgruppe:

Zukünftige und aktuelle Mitarbeiter*innen von Antidiskriminierungsbüros

Teilnehmendenzahl: 16

Zeitumfang: nach Absprache

Rechtschutz gegen Diskriminierung – Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Das Seminar richtet sich an interessierte Personen, die sich ausführlicher über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und die damit verbundenen rechtlichen Handlungsmöglichkeiten informieren möchten.

Anhand theoretischer Inputs und praktischer Fallbeispiele werden die Fragestellungen bearbeitet:

  • Welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten ergeben sich für Betroffene durch das AGG, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion, des Geschlechts usw. diskriminiert werden?
  • Für welche Bereiche des täglichen Lebens ist das Gesetz relevant?
  • Wie können Betroffene ihre Rechte wahren bzw. herstellen und was ist dabei zu beachten?
  • Was ist rechtlich gesehen eine Diskriminierung?
  • Welche weiteren innerstaatlichen und europäischen Antidiskriminierungsvorschriften gibt es?
  • Welche Beweise sind vor Gericht notwendig?

Methoden:

Seminar, theoretischer Input, Diskussion, Fallbearbeitung mittels Beispiele aus der Praxis

Zielgruppe:

Berater*innen und interessierte Personen aus dem Integrationsbereich, der Migrationssozial–arbeit und Antirassismusarbeit und AD-Arbeit

Teilnehmendenzahl: 16

Zeitumfang: nach Absprache

Der Aufbau eines Antidiskriminierungsbüros

Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen durch Zuschreibungen aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, oder des Aussehens gehören für viele Menschen in Deutschland zum Alltag. Dennoch gibt es nur wenige Antidiskriminierungsbüros (ADB), an die sich davon Betroffene wenden können, wenn sie ihre Rechte einfordern und sich gegen Ungleichbehandlungen zur Wehr setzen möchten. Der Aufbau weiterer AD-Büros ist daher zwingend notwendig. Ziel des Seminars ist es, an der Gründung eines ADBs Interessierte die dafür notwendigen Informationen an die Hand zu geben.

Inhalte sind:

  • Welche Voraussetzungen sollten bei der Gründung beachtet werden?
  • Wie sind die momentanen (politischen) Rahmenbedingungen im Gründungsfall?
  • Was ist Antidiskriminierungsarbeit?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten und Wirkungskreise hat ein ADB?
  • Was ist Antidiskriminierungsberatung?

Methoden:

Seminar, theoretischer Input, Fallarbeit, Diskussion, Beispiele aus der Praxis, Plenum- und Kleingruppenarbeit

Zielgruppe:

Vertreter*innen von Einrichtungen, Organisationen, Integrationsagenturen und Initiativen sowie der Kommunalpolitik

Teilnehmendenzahl: 20

Zeitumfang: nach Absprache

Wie berate ich Menschen mit Diskriminierungserfahrung?-Die Antidiskriminierungsberatung

Die Beratung von Menschen im Diskriminierungsfall bedarf zusätzlich zu den anerkannten Grundsätzen einer Beratungstätigkeit bestimmte Vorgehensweisen, Techniken und Kompetenzen.

Welche Grundsätze, Standards (nach advd), Inhalte und Spezifika bei der Antidiskriminierungsberatung (AD-Beratung) zu beachten sind, ist Inhalt des Seminars

Seminarinhalte sind:

  • Paradigmen der AD-Beratung
  • Grundregeln für die professionelle Handhabung von Beschwerden
  • Parteiliche Beratungshaltung
  • Kontaktaufnahme, Briefverkehr und Umgang
    mit der Gegenseite
  • Interventionen gegen Diskriminierung
  • Der Umgang mit eigenen Grenzen
    der Handlungsmöglichkeiten
  • Falldokumentation
  • Überblick Rechtsschutz gegen Diskriminierung

Methoden:

Seminar, theoretischer Input, Erfahrungs­austausch, Diskussion, Beispiele aus der Praxis, Kleingruppenarbeit

Zielgruppe:

Berater*innen aus den unterschiedlichen Bereichen der Sozialen Arbeit und Andere

Teilnehmendenzahl: bis zu 20 Personen

Zeitumfang: nach Absprache

 

Seminar: Der systemische Beratungsansatz als Technik in der AD-Arbeit

Der systemische Beratungsansatz in der Beratung von MigrantInnen

Migration und Zuwanderung stellt einzelne Menschen und Familien vor besondere Herausforderungen und Belastungen. Die dabei erbrachten Leistungen und zu erduldenden Spannungen zur Bewältigung von Migrationszielen und -risiken werden jedoch oft ausgeblendet oder nicht wahrgenommen. Gleiches gilt für die Leistungen und Erwartungen, die BeraterInnen in diesem Spannungsfeld erbringen bzw. erfüllen sollen. Dies führt zu einer von vielen BeraterInnen als belastend empfundenen Arbeitssituation.

Der systemische Beratungsansatz berücksichtigt verstärkt die Zusammen­hänge von familiärer Dynamik, sozialem Druck und rechtlich-politischer Situation von MigrantInnen. Diese Aspekte werden in die Beratung einbezogen, wodurch Blickwinkel erweitert, neue Blickwinkel ermöglicht, persönliche Situationen oder familiäre Strukturen verständlicher werden.
In dem Seminar wird vermittelt, wie

  • und welches wirkungsvolle Instrumentarium sich mit diesem Ansatz in der Beratungssituation mit MigrantInnen bietet.
  • dadurch die Möglichkeiten von BeraterInnen zu agieren oder zu reagieren erweitert werden können
Seminar: Diskriminierung am Arbeitsplatz – Gleichstellungspolitik in Betrieben

Die Lage von MigrantInnen im Arbeitsleben – Gelungene Beispiele zur Förderung des Gleichheitsgrundsatzes in Unternehmen

Nicht erst mit der Gleichbehandlungsrichtlinie ergriff die EU Maßnahmen im Kampf gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz, in deren Folge u. a. am 18. August 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft trat.

In diesem Vortrag erfolgt ein Abriss der wichtigsten Schritte und rechtlichen Umsetzungen gegen die Ungleichbehandlung von Migranten und Migrantinnen am Arbeitsplatz und die daraus resultierenden Verpflichtungen für Arbeitgeber. Anhand einiger erfolgreicher Beispiele aus der Arbeitswelt wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, die Gleichbehandlung von Menschen mit Migrationshintergrund in Unternehmen zu praktizieren.

Des Weiteren wird aufgezeigt, welche weiteren Vorgaben aufgrund des AGG in Zukunft zu erfüllen sind.

Vortrag : "Antirassismusarbeit in Deutschland und in den Niederlanden - Ein Vergleich"

erläutert die sehr intensiven Aktivitäten unserer Nachbarn im Kampf gegen Rassismus und zeigt auf, inwiefern diese Ansätze auf Deutschland übertragbar sind.

Vortrag: "Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Grenzen bei der Einrichtung lokaler Antidiskriminierungsbüros"

gibt Hilfestellung für den Aufbau einer Anlaufstelle für von rassistischer Diskriminierung betroffene Menschen in der Kommune.

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